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Antworten der Bürgermeisterkandidaten Landkreis Starnberg

Kommunalwahl BayernPolitik

Eine Antwort haben wir bisher von folgenden Kandidaten erhalten

Hartwig Reinersmann

Gilching, FDP

Manfred Walter

Gilching, SPD

Sebastian Grünwald

Weßling, Die Grünen

Andreas Lechermann

Weßling, CSU

Roland von Rebay

Weßling

Michael Sturm

Weßling, Freie Wähler

Eva John

Starnberg

Kerstin Täubner-Benicke

Starnberg, Die Grünen

Fromuth Heene

Herrsching, CSU

Anke Sokolowski

Berg, FDP

Die Antworten

Hartwig Reinersmann

Gilching, SPD

Sind auch Sie für ein Votum für mehr Menschlichkeit?

Der neue Mobilfunkstandard der 5. Generation – 5G genannt – bringt nach Aussage zahlreicher Wissenschaftler und Ärzte mehr Gefahren für Freiheit, Menschlichkeit, Demokratie, Gesundheit, Natur, Tiere und Klima, und unserer Meinung nach keine Vorteile für uns Bürger, sondern nur für die Regierung, die uns mit 5G total überwachen kann und für die Industrie, die mit 5G Arbeitsplätze mit künstlicher Intelligenz und Robotern ersetzen wird!

Antwort: Es gibt noch keine langfristige Studien zu 5G bezüglich der zusätzlichen Strahlung . Aktuell gibt es in der Wissenschaft viele unterschiedliche Meinungen speziell zu dem Thema Gesundheit. Daher kann man nur hoffen das es nicht wie bei Asbest zu Spätfolgen kommt. Unabhängig hiervon wird aktuell die weltweite Umsetzung von 5G aber weiter forciert .

Auch mit den heutigen Möglichkeiten ist eine totale Überwachung möglich, als Beispiel sei hier China genannt. 5G wird hier nur die Möglichkeiten noch verbessern. In Ländern wie die USA interessiert die wenigsten Bürger das Thema Datenschutz. Hier werden viele Daten freiwillig heraus gegeben. In der EU ist man hier zum Glück anderer Ansicht (Beispiel Datenschutzverordnung DSGVO).

Roboter, Maschinen,Computer usw. haben in den letzten Jahrzehnten erheblichen Einfluss auf die Arbeitnehmer und Arbeitsplätze genommen. Die Tätigkeiten bei den Arbeitnehmern haben sich geändert, einige Berufe gibt es nicht mehr, neue Berufe sind entstanden, aber Arbeitsplätze insgesamt sind nicht entfallen. Letztendlich entscheidet die Gesellschaft wieweit die Technik zum Vorteil des Menschen eingesetzt wird.

EIN BÜRGERMEISTER-THEMA, DENN ES BETRIFFT ALLE BÜRGER

Da für 5G alle Funklöcher geschlossen werden, auch indem zigtausende Satelliten ins erdnahe All transportiert werden sollen, betrifft es ALLE: Mensch, Tier, Natur. Niemand kann der Strahlung mehr entgehen. Und die Strahlung wird sich dramatisch erhöhen, um das 10- bis 100-fache! Schon jetzt leiden viele Menschen unter Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Herzrhythmusstörungen, ohne dabei die Funkstrahlung als Ursache zu kennen. Auch beim Insektensterben spielt Mobilfunk eine große Rolle!

Mobilfunk wurde von der WHO als möglicherweise krebserregend eingestuft und nach neuesten Langzeitstudien läuft nun ein Verfahren bei der WHO für die Einstufung krebserregend!

Nun Interessiert uns Ihre Meinung als Kandidat für das Bürgermeisteramt, da Sie bei erfolgreicher Wahl künftig auch ALLE Bürger Ihrer Gemeinde vertreten: Haben Sie sich schon umfassend, partei- und industrieunabhängig mit dem Thema 5G beschäftigt?

Sind Sie für oder gegen den Ausbau von 5G?

Antwort: Ich beschäftige mit schon länger intensiv mit dem Thema 5G. Mit 5G wird es viele technische Innovationen geben.

Vollständiges autonomes Fahren ist z.B. ohne 5G nicht möglich. Auch als Exportweltmeister wird Deutschland an der Einführung von 5G aus Gründen der Wettbewerbsfähigkeit nicht vorbei kommen. Die rechtlichen Rahmenbedingungen existieren und die Einführung wird fortgesetzt.

Aufgrund der möglichen gesundheitlichen Folgen stehe ich dem Thema 5G aber reserviert gegenüber.

Die Wahrnehmung von 5G in der Bevölkerung wird täglich größer und je mehr unabhängige Informationen die Bürger bekommen, desto mehr sieht augenscheinlich die Bundesregierung in dem Versprechen gegenüber den Mobilfunkbetreibern eine Herausforderung, diese einzuhalten. Sie sieht sich sogar genötigt, Werbung für 5G zu schalten, da der Unmut der Bürger mit mehr Wissen auch entsprechend weiter ansteigt.

5G ALS WAHLTHEMA

Dies wird somit sicher ein immer größeres Thema bei der Kommunalwahl im März werden.

Der Bundespräsident hat auf dem evangelischen Kirchentag eine Neugestaltung der Digitalisierung durch die Gesellschaft, also durch uns Menschen, angemahnt! Die Fremdbestimmung durch IT-Konzerne wird immer größer.

An dem Thema Fremdbestimmung IT-Konzerne arbeitet die EU gerade verstärkt und hat auch schon mehrmals empfindliche Geldstrafen verhängt. Die amerikanischen Big Player sind sensibilisiert weil sie Angst um ihre Geschäftsmodelle und Einnahmequellen haben.

Von daher besteht berechtigte Hoffnung das es hier zukünftig positive Veränderungen für die Verbraucher gibt.

SOZIALE WANDLUNG

Mit der 5. Generation des Mobilfunks kommt eine völlig neue Welt auf uns zu. Um den Datentransfer zu erhöhen müssen höhere Frequenzen verwendet werden. Der Nachteil ist eine geringere Eindringtiefe in Gebäude und eine wesentlich geringere Reichweite der Sende/Empfangsanlagen. Daher sollen in den Städten dann vielfach Bäume gefällt werden, da sie die Ausbreitung der Funkstrahlung behindern.

Wussten Sie, dass für 5G rund alle 100m ein Mobilfunksender in Straßenlaternen, unter Kanaldeckeln, in Ampelanlagen und Bushaltestellen etc. eingebaut werden soll – ergibt 700.000 neue Mobilfunksender in Deutschland? Damit verbunden ist das Internet der Dinge mit einer Vernetzung von Fahrzeugen, Verbrauchszählern, smart home mit vernetzten Haushaltsgeräten bis hin zu Chips in Kleidungsstücken, Mülltonnen, Babywindeln usw., was eine Totalüberwachung wie in China bedeutet. Brauchen wir das wirklich?

Die Strahlenbelastung steigt, der Stromverbrauch steigt um bis zu 30% weltweit. Das bedeutet eine gigantische Mehrbelastung des Klimas.

VORBILDLICH
Wir denken, dass es wichtig ist, dass ein Bürgermeister eine klare Meinung dazu hat. Daher interessiert uns Ihre Meinung!

Folgen Sie den Vorbildern von Brüssel, Genf, Florenz und Stadteilen von Rom sowie Gemeinden wie Bad Wiessee oder Wielenbach?

Diese erklärten ihre Stadt bzw. ihre Ortschaft für 5G-frei und verhindern dadurch, dass ihre Bürger zu Versuchskaninchen werden, denn die möglicherweise schädlichen Auswirkungen von 5G konnten bisher nicht getestet werden. Im Silicon Valley und im Feriendomizil von Donald Trump in Palm Springs wird 5G nicht aufgebaut!

VORSORGEPRINZIP

Werden Sie das Vorsorgeprinzip für Ihre Gemeinde anwenden? Werden Sie wie Ravensburg das Recht der Gemeinde auf Gestaltung der digitalen Infrastruktur wahrnehmen und zum Beispiel auf Glasfaserausbau anstelle von 5G Sendern in Lichtmasten setzen? Oder werden Sie die Lichtmasten für 5G zur Verfügung stellen?

Welche Maßnahmen werden Sie ergreifen, um die Bevölkerung Ihres Ortes vor möglichen Gefahren durch 5G zu schützen?

Antwort: Durch die Bundesregierung wurden Frequenzen verkauft und die Mobilfunkbetreiber als auch die Industrie werden 5G einsetzen.

Gesundheit steht für mich aber an erster Stelle. Daher würde ich mich als Bürgermeister das Mobilfunkmasten auf öffentlichen Gebäuden nicht genehmigt werden analog obigen Städten und Gemeinden.

WLAN AN SCHULEN

Gemäß Vorgabe der Bayerischen Staatsregierung sollen alle Schulen in Bayern mit WLAN ausgestattet werden. WLAN ist mit 10 Hertz getaktet und stört dadurch natürliche harmonische Schwingungen wie unsere a-Gehirnwellen, die ebenfalls mit einer Frequenz von 10 Hertz arbeiten. Folgerichtig ergaben Untersuchungen, dass Klassen mit WLAN-Bestrahlung schlechtere Lernergebnisse gegenüber unbestrahlten Schulklassen aufweisen.

Aus unserer Sicht entspricht daher WLAN (WiFi) an Schulen mit der bisherigen Technik NICHT dem Vorsorgeprinzip. Wir empfehlen das bereits marktreife und nicht gepulste Alternativverfahren LiFi, bei dem Daten mit Licht übertragen werden. In Zukunft werden PCs, Tablets und Smartphones die Hard- und Software für LiFi standardmäßig beinhalten.

Daher unsere Frage an Sie als Bürgermeisterkandidat:

Werden Sie veranlassen, dass Schulen in Ihrer Gemeinde anstelle von WiFi das neue LiFi verwenden, auch wenn dies momentan noch mit Mehrkosten verbunden ist?

Antwort: Digitale Bildung ist unbestritten wichtig. Mit der Richtlinie 2230.1.1.1.2.4K aus 2018 wurden vom bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus die Voraussetzungen der Förderung festgelegt. Eine zukünftige Kostenbeteiligung an Netzwerkanschlüssen ist leider nicht vorgesehen, Lifi wird nicht erwähnt und daher bleibt momentan nur WLAN, sofern nicht bereits Netzwerkanschlüsse bestehen.

Sofern Lifi nicht abgelehnt wird würde ich mich für die Einführung von LIFI, auch unter Berücksichtigung von Mehrkosten, einsetzen.

Gruß aus Gilching

Hartwig Reinersmann

Manfred Walter

Gilching, SPD

Zur Rechtslage in Sachen 5G-Ausbau in Deutschland habe ich mich in den letzten Wochen umfassend informiert. Der Bundesgesetzgeber hat eindeutige wertepolitische Entscheidungen für einen 5G-Ausbau in Deutschland getroffen und diese Entscheidungen in geltendes Recht umgesetzt. Diese bundespolitischen Entscheidungen sind von den Kommunen nicht revidierbar. Der Beschluss einer Gemeinde, sich als “5G freie Kommune” zu bezeichnen, kann sich deshalb auch ausschließlich auf deren eigene Liegenschaften beziehen. Selbst über die Bauleitplanung der Gemeinden ist ein wesentlicher Stop eines solchen Ausbaus nicht regelbar.

Ich bitte Sie deshalb, Ihre Aktivitäten an die bundespolitisch verantwortlichen Politiker zu richten. Nur diese können Einfluss auf Ihre Anliegen nehmen.

Mit freundlichen Grüßen
Manfred Walter
Erster Bürgermeister
Gemeinde Gilching

Sebastian Grünwald

Weßling, Die Grünen

noch keine Erlaubnis zur Veröffentlichung

Andreas Lechermann

Weßling, CSU

5G – Der neue Mobilfunkstandard spaltet die Nation. Während die einen sich auf das “Netz der Zukunft” mit schnellerem und flächendeckendem Internet freuen, warnen andere vor noch unerforschten Gefahren für Mensch, Tier und Natur.

Hier meine Antwort:

“Die kontrovers geführte Debatte über den neuen Mobilfunkstandard zeigt, dass hinsichtlich der Vor- und Nachteile der 5G-Technik noch ein enormer Informations- und Aufklärungsbedarf besteht. Als Technologiestandort steht Weßling Innovationen grundsätzlich offen und aufgeschlossen gegenüber. Wir können uns dem technischen Fortschritt und seinen Möglichkeiten nicht entziehen. Wenn neue Technologien einen Vorteil versprechen, sollen sie auch zum Wohl der Menschen eingesetzt werden. Es muss aber gleichzeitig genau untersucht und aufgeklärt werden, welche Technik zum Einsatz kommt und wie sich diese auf unsere Gesundheit auswirkt. Ich halte es für unbedingt erforderlich, dass den Kommunen wesentliche Mitspracherechte, insbesondere bei der Standortfrage, eingeräumt werden. Und natürlich muss die Bevölkerung eingebunden und über Technologie und Vorhaben aktiv informiert werden. An Schulen sollte grundsätzlich nur eine umwelt- und gesundheitverträgliche Technik zum Einsatz kommen. ”
Mit freundlichen Grüßen,
Andreas Lechermann

2. email:

Selbstverständlich beschäftigt uns das Thema 5G. Wie Sie unserem Wahlprogramm entnehmen können, favorisieren wir ebenfalls den Ausbau des Glasfasernetzes (Auszug nachstehend). Jedoch müssen wir die Zeit bis zum erfolgreichen, umfassenden Ausbau überbrücken. Ob 5G die Technik der Wahl zur Überbrückung ist, wäre für uns ein Thema, das wir auch mit den Bürgerinnen und Bürger unserer Gemeinde entscheiden wollen. Fakt ist: Je schneller wir den Glasfaserausbau durchsetzen, umso weniger benötigen wir neue Technik.

„Für all dies benötigen wir den überfälligen Ausbau des Glasfasernetzes. Zudem können kommunale WLAN-Hotspots die Internetanbindung von Bürgerinnen, Bürgern und Besuchern verbessern. Auch hier setzen wir maßgeblich auf Ihre Meinung!“

Roland von Rebay

Weßling

Guten Morgen,

Die Strahlung durch die unterschiedlichsten Übertragungsmedien ist nicht wegzuleugnen.

Ich bin nicht der Meinung, dass dieses Thema ein „Wahlkampfthema“ ist. Verantwortungsvoller Umgang mit den verbundenen Belastungen ist eine Aufgabe, die sowohl gesamtgesellschaftlich als politisch gelöst werden muss. Dabei ist die Entwicklung so rasant, dass es laufend und zu jeder Zeit bedenkenswert bleibt.

Letztlich entscheidet der/die Bürger/in darüber, wie der Ausbau erfolgen wird und welche Technologien verbreitet werden. In so fern ja: Doch ein Wahlthema.

Grundsätzlich denke ich, den Ausbau zu stoppen ist sowohl nicht realistisch, als auch von der überwiegenden Mehrheit der Menschen nicht gewünscht.

Bleibt einem Kommunalpolitiker, ausgewogene und möglichst vernünftige Lösungen zu vermitteln. Beispielsweise durch die Zielsetzung der Abstimmung zwischen den Providern. Dieses Vorgehen werde ich unterstützen. Die Realisierung machbarer Lösungen unter Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger.

Roland v. Rebay
82234 Weßling

Michael Sturm

Weßling, Freie Wähler

Haben Sie sich schon umfassend, partei- und industrieunabhängig mit dem Thema 5G beschäftigt?

Nachdem ich ein Entwicklungsbüro habe und wir für unterschiedlich Kunden aus den Bereichen Medizintechnik, Luftfahrt und Industrie elektronische Baugruppen und Systeme entwickeln, beschäftige ich mich immer wieder mit diesem Thema.

Gerade im Rahmen von Zulassungsprüfungen und Zertifizierung von Baugruppen kenne ich auch die geforderten Grenzwerte.

Seit einiger Zeit beschäftigen wir uns bei qinno auch mit der LiFI-Technologie. Wir haben hierzu z.B. für einen Kunden bereits ein System aufgebaut, womit er in einem Flugzeug mit LiFi die Datenübertragung realisieren kann.

Im Rahmen der Schulhausgruppe für den Neubau der Grundschule in Weßling beschäftige ich mich auch mit dem Einsatz von LiFI in der Schule.

Damit könnte man aus meiner Sicht sehr gut die Nutzung von WLAN im Schulgebäude sinnvoll reduzieren.

Sind Sie für oder gegen den Ausbau von 5G?

Der Netzausbau durch die verschiedenen Anbieter ist privilegiert, so dass viele Entscheidungen nicht in der Gemeinde und daher auch nicht durch den Gemeinderat bzw. den Bürgermeister getroffen werden.

In Weßling z.B. haben wir erst im November einen Gutachter beauftragt, um mit den Netzanbietern geeignete Standorte zu finden.

Dieses Verfahren finde ich gut, denn so hat die Gemeinde noch einen gewissen Einfluss auf die Standort-Entscheidung der Netzbetreiber.

Grundsätzlich halte ich einen G5 Ausbau im Ort für nicht zwingend notwendig, da die anderen Technologien für vieles ausreichen.

WLAN AN SCHULEN

Wie oben beschrieben, halte ich es für wichtig, dass wir in den Schulen Bereiche schaffen wo die Kinder ungestört lernen und arbeiten können.

WLAN ist dazu sicher nicht die richtige Wahl.

Wir sehen Lösungen wie LiFi als gute Alternative und sind auch planerisch mit dabei, diese Technologie weiter voranzutreiben.

Ich stehe dafür, dass In der Schulplanung die notwendigen Voraussetzungen geschaffen werden, um LiFI in Zukunft realisieren zu können.

Michael Sturm, Freie Wähler

Eva John

Starnberg

Einem ungeprüften Ausbau des geplanten Mobilfunkstandards 5G stehe ich ablehnend gegenüber. Ich verstehe die Sorgen, die viele Menschen haben, weil sie wie ich eine große Gefahr für uns Menschen, die Tiere und die Natur sehen. In der Verantwortung für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Starnberg habe ich dem Stadtrat vorgeschlagen, folgenden Beschluss zu fassen:

„Die Stadt Starnberg steht einem ungeprüften Ausbau des geplanten Mobilfunkstandards „5G“ kritisch gegenüber, da die Auswirkungen auf die Gesundheit von Menschen, Tieren und die Umwelt noch nicht ausreichend erforscht sind. Die Stadt verpflichtet sich daher, jedes ihr bekannte Ansinnen von Telekommunikationsunternehmen, das auf einen Ausbau des „5G“-Netzes bzw. auch auf die Unterstützung für die Suche von künftigen Antennenstandorten abzielt, in öffentlicher Sitzung des Stadtrates zu diskutieren. Das Gremium verweist darauf, dass es hinsichtlich dieser Entscheidung keineswegs darum geht, technikfeindlich zu sein, sondern ausschließlich darum, die notwendige Verantwortung für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Starnberg wahrnehmen zu müssen.“

Der Stadtrat hat diesen Vorschlag in der Sitzung am 17.02.2020 einstimmig angenommen.

Eva John, Erste Bürgermeisterin

Kerstin Täubner-Benicke

Starnberg, Die Grünen

Anbei unser Statement zum G5-Netzausbau

Auch eine Chance für die Region

Wir Grüne setzen uns für die Gewährleistung eines hohen Schutzniveaus für Umwelt und Gesundheit im Sinne des Vorsorgeprinzips ein und fordern die Wirkung von elektromagnetischen Feldern auf Mensch und Umwelt weiter intensiv zu erforschen. Wir werden Hinweise auf tatsächliche Gefährdungen durch Funkstrahlung unterhalb der Grenzwerte auch in Zukunft ernst nehmen und fordern bei der Bundes- und Landesregierung die nötigen Maßnahmen ein.

Generell muss das Prinzip gelten: Nicht die Schädlichkeit von muss nachgewiesen werden, sondern die Unschädlichkeit. Für die aktuell im Einsatz befindliche Mobilfunktechnik sehen wir diese weitgehend als gegeben.

Bei der Einführung von 5G wollen wir genau differenzieren, für welche Anwendungen welche Technologie benötigt wird. Nach heutigem Kenntnisstand ist die flächendeckende Einführung von 5G nur in bereits verwendeten Frequenzen (< 6 GHz) mit ähnlicher Strahlungsleistung vorgesehen. (u.a. https://www.bundesnetzagentur.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2019/20190319_Frequenzauktion.html ) Das schließt eine Steigerung der Gefährdung weitgehend aus. Die höheren Frequenzen sind vermutlich nur stark lokal begrenzt sinnvoll. Z.B. in Fabrikhallen oder Logistikzentren. Eine flächendeckende Versorgung und damit eine starke Zunahme der unfreiwilligen Strahlenbelastung ist hier aktuell nicht zu erwarten. Wir werden die weitere Entwicklung in diesem Bereich allerdings genau beobachten.

Die Vorteile von 5G dürfen aber auch nicht vernachlässigt werden. 5G legt das Fundament für viele technologische Neuerungen wie vernetztes und autonomes Fahren, Smart Farming, Smart Grids, Telemedizin oder intelligente Stromnetze, die Angebot und Nachfrage intelligent steuern und damit zum Stromsparen und einer erfolgreichen Energiewende beitragen.

Unsere innovativen Unternehmen benötigen höchsten Standard, um unter guten Bedingungen im Landkreis Starnberg forschen, arbeiten und produzieren zu können.

Hierbei muss natürlich immer eine Gesundheitsgefährdung der Bürgerinnen und Bürger und der Mitarbeiter*innen der Unternehmen ausgeschlossen werden. Außerdem ist uns bewusst, dass eine weitere Vernetzung und eine ansteigende Datenmenge nicht nur hilft Energie einzusparen, sondern auch viel Energie und Ressourcen verbraucht. Unser Ziel ist echte ökologische Innovation, die unterm Strich Menschen, Umwelt und Klima voranbringt.

Kerstin Täubner-Benicke

Fromuth Heene

Herrsching, CSU

Ich kann zu dem angesprochenen Thema folgendes sagen:
Ich wäre durchaus dafür, dass die Exposition der Kinder durch W-LAN an den Schulen reduziert werden sollte. Das würde ich unterstützen.
Zuhause haben wir auch ein Netzgestützes Internet ohne W-LAN. Daher weiß ich, dass es funktioniert.
Meine Meinung zu G5 ist, dass bevor in Herrsching Tatsachen geschaffen werden, sich die Gemeinde intensiv und unabhängig informieren sollte.
Dafür werde ich mich einsetzen und diese Information auch organisieren.
Sie dürfen meine Antworten veröffentlichen unter der Voraussetzung, dass dies wörtlich geschieht, es in keinen Zusammenhang gestellt wird und keine Wertung oder Interpretation stattfindet.
Ihnen einen schönen Sonntag.
Mit freundlichen Grüßen
Fromuth Heene
Bürgermeisterkandidatin für Herrsching 2020
Vorsitzende der CSU Herrsching
Vorsitzende der Frauenunion Herrsching

Anke Sokolowski

Berg, FDP

In unseren Augen ist schon heute eine flächendeckende, stabile und schnelle mobile Anbindung an das Internet notwendig, zukünftig ist sie unabdingbar. 5G ist hierbei jedoch sicher nicht die Lösung für Alles. Die FDP ist auch auf diesem Sektor technologieneutral. Vielmehr sind wir der Meinung, dass, je nach Anwendungsfall, unterschiedlichste Formen der Anbindungen sinnvoll sein können.

Als starke Wirtschaftskraft in Deutschland und Europa hat Bayern leider bereits heute einen großen Rückstand anstatt die Benchmark in der Digitalisierung zu beanspruchen. Das sollten wir ändern, wollen wir den Wohlstand und die Freiheit unserer Bürger sichern. Bei allen kommenden Justierungen der Rahmenbedingungen wird die FDP auch zukünftig die Bürgerrechte schützen und verteidigen.

Sicherlich werden auch mit 5G bei weitem nicht alle Funklöcher geschlossen. Wir würden uns da bessere Rahmenbedingungen wünschen. Auch halten wir es für notwendig, die teilweise sehr vermischten Informationen sachlich zu diskutieren. Die geplanten Satelliten von Elon Musk und anderen Visionären stellen beispielsweise eine zukünftige Möglichkeit einen mobilen Internetzugang zu erhalten dar, sind also eine zusätzliche Technologie und keine Basis von 5G. Deutschland ist auch bei dieser zukunftsträchtigen Technologie bereits heute abgehängt.

Was die Strahlung angeht weisen wir darauf hin, dass eine für den Menschen schädliche Strahlung keiner, der bislang bereits Jahrzehnte im Einsatz befindlichen Technologien nachgewiesen wurde. Die Wellen des 5G Standards sind zudem noch bedeutend kürzer als die von UKW, Edge oder 3G und somit deutlich strahlungsärmer und selbstverständlich reden wir von keiner ionisierenden Strahlung. Der Mobilfunk wird seit Jahrzehnten in Studien untersucht und auch die WHO konnte bisher keinerlei Zusammenhänge mit Krebserkrankungen feststellen. Selbstverständlich bleiben die Technologien weiterhin unter Beobachtung, was wir befürworten.

Eine flächendeckende Mobilfunkversorgung ist also in unseren Augen längst überfällig. In vielen Teilen unserer Gemeinde ist heute noch, anbieterabhängig, Funkstille. An diesen toten Flecken ist es sinnvoll den bestmöglichen und fortschrittlichsten Standard zu wählen um die Anbindung zu gewährleisten. Dies muss im Einzelfall auch von der Gemeinde schon aus Sicherheitsgründen vorangetrieben werden.

Anschließend noch ein paar Worte zu LiFi:

Grundsätzlich sind wir technologieoffen und so an dieser Stelle gesprächsbereit in alle Richtungen. Mehrkosten sind für uns in einer Entscheidungsfindung kein vorrangiges Kriterium. Gerade unsere Bildungseinrichtungen benötigen eine Zukunftssichere digitale Infrastruktur und eine hochwertige, verlässliche und unkomplizierte Datenanbindung. Die optische Datenübertragung funktioniert an sich seit Jahrzehnten wunderbar, aber für eine Anbindung einer großen Anzahl von mobilen Geräten scheint uns diese derzeit nicht geeignet.

Anke Sokolowski

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